Alle Neune! Diese K.O.-Fehler solltest Du in Deiner Bewerbung vermeiden.

Alle Neune! Diese K.O.-Fehler solltest Du in Deiner Bewerbung vermeiden.

Den Traumjob zu finden, ist die erste Hürde – ihn zu bekommen die zweite. Der Bewerbungsprozess ist ein langer Weg mit vielen Stolpersteinen. Dabei passieren viele Fehler bereits in der Bewerbung. Welche die schlimmsten sind, sagen wir Dir hier.

Fehler 1: Fehlende Details

Du bewirbst Dich auf eine Stelle, sagst aber nicht, auf welche. Leider sucht Dein Ansprechpartner in der Personalabteilung aber gerade für 15 andere Jobs passende Mitarbeiter. Er könnte nun bei Dir nachfragen – macht das aber wahrscheinlich nicht, da sein Schreibtisch ohnehin voll mit interessanten Bewerbern ist.

Also: Stellenbezeichnung oder ggf. Referenznummer auf jeden Fall direkt in die Betreffzeile. Auch andere Details darfst Du auf keinen Fall vergessen, ganz wichtig sind zum Beispiel Gehaltswunsch und frühester Eintrittstermin. Diese Angaben geben dem Unternehmen schnell Aufschluss darüber, ob Du für die Stelle überhaupt in Frage kommst. Erspare Deinem Ansprechpartner mühsames Nachfragen.

Fehler 2: Unpassendes Bewerbungsfoto

Du hast neulich am Strand Deine neuen Badesachen vorgeführt oder kannst superwitzige Grimassen? Dann zeig doch mal die Bilder – aber bitte nicht Deinem potenziellen Arbeitgeber. Mit dem Bewerbungsfoto zeigst Du, wie ernst Du es mit Deiner Bewerbung meinst und ob Du Dich von Deiner besten Seite präsentieren willst. Dazu brauchst Du kein Hochglanzfoto vom professionellen Fotografen. Ein gutes Bild vor neutralem Hintergrund und mit dem Anlass entsprechender Kleidung genügt schon.

Fehler 3: Standardisierte Bewerbungen

Unternehmen wollen spüren, dass Du Dich bei Ihnen aus triftigen Gründen bewirbst – weil das Unternehmen interessant ist, Du die Branche magst oder weil Du einen bestimmten Bezug zum Unternehmen hast. Nimm in Deinem Anschreiben deshalb Bezug auf das Unternehmen und die Branche, gehe auf die Stellenbeschreibung ein und skizziere kurz, warum Du Dich bewirbst und weshalb Du der Richtige für das Unternehmen bist.

Auch eine persönliche, namentliche Ansprache zeigt, dass Du Deine Bewerbung nicht einfach an einen großen Verteiler "rausgehauen" hast. "Sehr oft bekomme ich Bewerbungs-Emails, in denen ich mit "Sehr geehrte Damen und Herren" angesprochen werde. Dann weiß ich schon, dass sich der Absender nicht einmal die Mühe gemacht hat, aus unserer Stellenanzeige meinen Namen herauszusuchen. Das finde ich zu unmotiviert", sagt Julia aus dem KRONGAARD Recruitment.

Fehler 4: Zu dick auftragen

Seine Fähigkeiten zu betonen ist natürlich richtig – wer aber übertreibt, fällt wahrscheinlich auf die Nase, denn spätestens im Bewerbungsgespräch wird schnell klar, wer wirklich etwas auf dem Kasten hat. Lasse also die Kirche im Dorf, wenn es um Deine Sprachkenntnisse geht und stelle nicht jedes Jodeldiplom als Highlight dar – vieles ist beruflich einfach nicht relevant und macht Deine Bewerbung nur unübersichtlich. "Manche Bewerber sind der Meinung, möglichst viele Qualifikationen auflisten zu müssen und übertreiben dabei maßlos", sagt Julia von KRONGAARD. "Wenn ich auf angebliche Fähigkeiten dann im Bewerbungsgespräch eingehe, stellt sich schnell heraus, wer seine Qualifikation übermäßig aufgeplustert hat. Das macht dann keinen guten Eindruck."

Fehler 5: Unsauber, unordentlich oder fehlerhaft

Du arbeitest sorgfältig und strukturiert? Dann kannst Du dies schon in Deiner Bewerbung unter Beweis stellen. Mit einheitlichen Formatierungen, einer übersichtlichen Aufbereitung Deiner Unterlagen, der sprechenden und korrekten Benennung aller Anhänge und natürlich mit einer fehlerfreien Grammatik und Rechtschreibung. Dabei solltest Du nicht nur auf eine korrekte Sprache achten, sondern auch darauf, alle Details richtig anzugeben und die Namen Deiner Ansprechpartner fehlerlos zu schreiben. Denn gerade Fehler im eigenen Namen fallen jedem unheimlich schnell auf. Julia, Senior Manager Internal Recruitment: "Falsche Rechtschreibung und fehlerhafte Grammatik sind noch immer das K.O.-Kriterium Nummer eins. Lieber von einer zweiten Person gegenlesen lassen!"

Fehler 6: Das Anschreiben unterschätzen

Das Anschreiben ist kein notwendiges Übel, sondern eine echte Möglichkeit für Dich, zu punkten. Personaler hassen langweilige Anschreiben und abgedroschene Phrasen wie "Mit großem Interesse habe ich Ihr Stellenangebot gelesen" oder "Ihr Unternehmen begeistert mich schon seit langem". Überzeugen Sie lieber mit Kreativität und Ehrlichkeit, schreiben Sie über Ihre Motivation und geben Sie Einblick in Ihre Persönlichkeit – das hilft insbesondere dann, wenn Sie kaum Berufserfahrung vorzuweisen haben oder Ihr Lebenslauf Lücken enthält. Tipp von Julia: "Eine gute Aufmachung des Anschreibens und ein persönlicher Einstieg sind bei mir schon die halbe Miete. Wenn die ersten Sätze nur Blabla sind, ist es unheimlich schwer, mich noch zu überzeugen. Das ist doch ähnlich wie beim Kennenlernen auf einer Party – da entscheidet sich auch bei den ersten Sätzen, ob man sich sympathisch ist oder nicht."

Fehler 7: Die Vergütung in den Fokus stellen

Wenn Du als Bewerber mehr Fokus auf die Bezahlung legst als auf Deine Qualifikation und die Inhalte, signalisiert dies: "Für mehr Geld lasse ich auch in Zukunft alles stehen und liegen". Priorität für Dich sollte die Arbeit selbst haben und Deine Motivation, sie zu übernehmen. Wenn Du der richtige für den Job bist und der Personaler Dich wirklich will, dann werdet Ihr Euch sicherlich auch über die Rahmenbedingungen einig.

Fehler 8: Nicht auf den Punkt kommen

Was ist wirklich wichtig an Deiner Person? Welche Unterlagen sind wirklich aussagekräftig. Verwirre nicht mit zu vielen Details und vermeintlichen Pluspunkten, sondern konzentriere Dich auf Deine besonderen Fähigkeiten. Für das Anschreiben sollte eine A4-Seite ausreichen.
Auch das Nacherzählen des Lebenslaufes in Prosaform langweilt und nimmt viel zu viel Raum ein – lieber Stichpunktartig!

Fehler 9: Anlagen schlecht sortiert und fehlerhaft

Dein Ansprechpartner im Unternehmen erhält auf eine Stellenausschreibung womöglich hunderte Bewerbungen. Als erstes prüft er, ob alle Unterlagen vollständig sind. Zu Rückfragen kommt es meist nur dann, wenn Deine Bewerbung ausgesprochen vielversprechend ist, oder bei den anderen Bewerbern nicht der Richtige dabei war. Das Risiko, deshalb nicht zum Zug zu kommen, solltest Du nicht eingehen, sondern stattdessen alle Unterlagen direkt beifügen. Dazu gehören Standards wie Anschreiben und Zeugnisse, aber auch explizit in der Stellenausschreibung geforderte Dokumente.