KRONGAARD Reisebericht: Reisen fernab vom Pauschalurlaub – ein Trip mit authentischen Erlebnissen

KRONGAARD Reisebericht: Reisen fernab vom Pauschalurlaub – ein Trip mit authentischen Erlebnissen

Zwei Wochen Pauschalreise mit Flug, Transfer zum Hotel und All-inclusive-Verpflegung: Das kann entspannend sein, aber es geht auch anders. Wer ein Land wirklich kennenlernen möchte, kann es auf eigene Art und Weise bereisen. Das bietet Möglichkeiten für einzigartige Erlebnisse und ungeplante Abenteuer – doch ein paar Dinge sollten organisiert werden.

Wer einen Roadtrip mit dem Auto plant, kann natürlich spontan von der Haustür aus starten. Doch bei weiter entfernen Zielen müssen Flüge gebucht werden – und das am besten eine Weile im Voraus. Auch bei Mietwagen lohnt es sich, sie rechtzeitig zu reservieren, um das gewünschte Modell und einen guten Preis zu bekommen. Und wenn auf der geplanten Route Inlandsflüge oder Fähren liegen, sollte man früh genug checken, wann sie gebucht werden müssen. Doch abgesehen davon gilt: Taschen packen und einfach los.

Dank des Internets muss niemand mehr von Tür zu Tür laufen und nach freien Zimmern fragen. Einfach entscheiden, wohin es gehen soll, Verfügbarkeiten bei Apps wie Airbnb oder Hotelbuchungs-Portalen checken – und dann spontan buchen, was einem gefällt. Langer Vorlauf ist hier meistens nicht nötig, aber manchmal ist Flexibilität gefragt. Zum Beispiel, wenn man unbedingt in diesen einen schönen Küstenort möchte, dort aber in der Hauptsaison schon alles belegt ist. Vielleicht ist der weniger bekannte Nachbarort ja genauso nett? Oder man kann auf dem Rückweg noch einmal vorbeikommen und hat dann mehr Glück?

Ein unschlagbarer Vorteil von dieser Art des Reisens: Meistens ist der Kontakt zu Vermietern viel persönlicher als in großen Hotelanlagen. Sie verraten gern ihre Geheimtipps für Restaurants oder abgelegene Strände, nehmen einen vielleicht sogar mit zu Familienfesten oder Partys, wenn sie direkt nebenan wohnen (oder direkt ein Zimmer in ihrem Zuhause vermieten). Hier erlebt man echt authentische Gastfreundschaft, mit der man bei klassischen Pauschalreisen nur selten in Berührung kommt.

Und natürlich sieht man mehr vom Land: Wer einfach mit dem Auto oder Zug durch die Region fährt, entdeckt auch Gegenden abseits der beliebten Urlaubshochburgen. Die Orte, in denen die Menschen wirklich leben. Vielleicht liegt ein nettes Familienlokal auf dem Weg oder ein Bauernhof bietet gemütliche Zimmer zum Übernachten an? Wer keine Pläne hat, kann bei einer solchen Gelegenheit einfach anhalten – und kommt so an Plätze, die Reisebüro und Online-Recherche vorher vielleicht nicht auf den Reiseplan gesetzt hätten.  

Ist ein solcher Trip denn günstiger als eine Pauschalreise? Das kommt natürlich darauf an, ob man sich auch mal auf einfache Zimmer einlässt oder immer ein schickes Appartement bucht – selbst über Airbnb sind inzwischen ziemliche Luxusherbergen zu finden. Geht man abends immer essen oder kocht man auch mal Nudeln am eigenen Herd? Fest steht: Die Kosten sind im Vorfeld nur selten so gut abzusehen wie bei einer All-Inclusive-Reise – aber das ist ja Teil des Abenteuers.

Auch Nils steht auf diese Art des Reisens. Er hat in diesem Sommer auf einer selbstorganisierten Tour durch Italien 1600 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt – und 204 Kilometer zu Fuß. Warum ihm ein solcher Trip viel besser gefällt als eine Pauschalreise und was das Highlight der Reise war, erzählt er im Interview.

Nils, Du bist drei Wochen durch Italien gereist: Wohin hat Dich die Tour geführt? Und mit wem warst Du unterwegs?

Wir sind nach Neapel geflogen und von dort mit dem Mietwagen über Rom und Pisa in die Toskana. Dort haben wir z.B. Florenz sowie einige kleine Städte besucht und sind anschließend in Richtung Cinque Terre aufgebrochen. Als letztes Ziel auf dem Festland stand Genua auf dem Plan, da dort die bereits gebuchte Fähre auf uns wartete, die uns nach Sardinien gebracht hat. Auf Sardinien sind wir im Norden von Porto Torres aus gestartet und haben anschließend eine Nacht auf einem Hausboot in Alghero verbracht. Von dort aus ging es in den Osten Sardiniens, wo wunderschöne Strände wie beispielsweise Cala Goloritze liegen.

Am Ende der Reise haben wir noch einige Strandtage in der Nähe von Villasimus verbracht und sind anschließend von Cagliari nach Düsseldorf geflogen. Natürlich hat man während der Zeit die unterschiedlichsten Leute aus den verschiedensten Ländern kennengelernt, jedoch war ich den Großteil der Zeit alleine mit meinem besten Freund Lars unterwegs.

Warum hast Du Dich für diese Art des Reisens entschieden?

Man lernt bei dieser Art des Reisens Land und Leute viel intensiver kennen. Zudem ist es total entspannt, dass man keinem Zeitplan hinterher rennt, da wir meist am Tag zuvor noch nicht wussten in welcher Stadt und welchem Hotel oder Airbnb wir übernachten.

Was war für Dich besonders beeindruckend an Deiner Tour?

Rom ist immer wieder eine Reise wert und total beeindruckend. Das wirkliche Highlight war jedoch ein Airbnb mitten im Naturschutzgebiet bei Cinque Terre. Man hatte lediglich Weinberge und Meer um sich und konnte die Unterkunft nur mit einer kleinen Wanderung erreichen.

Welche Herausforderungen hattest Du zu meistern? Ein solcher Urlaub bringt ja vermutlich mehr unerwartete Probleme mit sich als eine Pauschalreise.

Das stimmt, wobei es bis auf den gecancelten Rückflug und das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft keine unerwarteten Probleme gab.

Welches Ziel Deiner Tour würdest Du unbedingt weiterempfehlen – und warum?

Wahrscheinlich fast alle der 16 Städte, die wir besucht haben. Die Highlights waren dabei aber definitiv Cinque Terre, Volterra und der Osten Sardiniens. Cinque Terre sind fünf einzigartige Küstenorte, welche man per Wanderung durch die Weinberge oder mit dem Zug erreichen kann und einfach beeindruckend sind. Volterra ist ein kleiner Ort in der Toskana mit einem wunderschönen Ausblick und einem beeindruckenden kleinen Stadtkern, der einer Burg gleicht. Der Osten Sardiniens gleicht der Karibik und man kann nach einer einstündigen Wanderung am traumhaft schönen und ruhigen Strand komplett entspannen.

Ist Dir aus der ganzen Reise ein Restaurant besonders im Gedächtnis geblieben? Was sollte dort jeder probieren?

„Sorbillo“ – eine Pizzeria in der Innenstadt von Neapel, welche uns von der Eigentümerin des Airbnbs empfohlen wurde. Dort gibt es eine überragende neapolitanische Pizza und man sollte dort natürlich die ganz klassische Variante mit Büffelmozzarella wählen.

Wohin geht es für Dich als nächstes?

Als nächstes Ziel steht Israel auf dem Reiseplan.